Mark, 24
Die meisten meiner Freunde sind damals gleich zur Uni, einige wenige haben Auslandserfahrung in Australien und Neuseeland gesammelt. Ich wollte von Anfang an etwas anderes, etwas wildes. Da kam mir Südafrika ganz recht: Afrika, Wildniss, Ursprünglichkeit – irgendwie so stellte ich mir das vor.
Noch in Deutschland habe ich die Reise organisiert. Überhaupt habe ich alles eigenständig organisiert und mein Geld nicht an darauf spezialisierte Anbieter verschwendet. Am Anfang steht eins: Viel, viel lesen. Ich habe mich wirklich umfangreich über Südafrika informiert. Als ich dann in Kapstadt, der vielleicht schönsten Stadt der Welt, gelandet bin, wusste ich, was mich erwartet. Blindäugig und unvorbereitet sollte man so eine Reise nicht antreten.
In Kapstadt war alles für mich vorbereitet: Ich wurde vom Flughafen abgeholt und direkt zum Backpacker (so nennt man dort Jugendherbergen) gefahren. Dort konnte ich erstmal ausruhen, bevor ich mich am nächsten Tag ins Getümmel gestürzt habe.
Ich habe mir zuerst die Gegend am Kap angeschaut, habe Zeit am Strand verbracht und natürlich auch das legendäre Kap der Guten Hoffnung besucht. Nach einigen Tagen habe ich dann mein Mietauto abgeholt und mich auf die großte Tour gemacht. Entlang der Westküste wollte ich bis zur namibianischen Grenze und von dort aus weiter in Richtung Johannesburg fahren.
Unterwegs wollte ich mir die schönste Orte anschauen. So trieb mich meine abenteuerliche Reise zuerst in die Cederberge, 200 km nördelich von Kapstadt. Hier habe ich mir Felsenmalereien angeschaut, Hinterbleibsel der “ersten Menschen” auf unserem Planeten. Von dort aus ging es weiter durch das reich beblühte Namaqaland in die südafrikanische Hauptstadt des Rugby, Springbok.
Von dort ging es weiter Richtung nach Johannesburg, 1300km mit dem Auto durch die Karoo-Wüste. Was es dort gibt: Sand und endlose Weite. Was es nicht gibt: Kurven. Du schnurgerade Straße führt direkt in das wirtschaftliche Herz des Landes, das Gauteng. Im Gauteng liegen die wichtigsten Städte Südafrikas: Die Hauptstadt Pretoria und natürlich die Millionen-Metropole Johannesburg, von den Einheimischen liebevoll “Jozi” genannt.
In Johannesburg und Umgebung habe ich dann noch einige Tage verbracht, bevor ich meinen kleinen VW Chico auf die letzten Kilometer (damit meine ich einige Hundert Kilometer) geschickt habe: Nach Durban, an den Indischen Ozean.
Mit leerem Geldbeutel ging es von Durban aus dann heimwärts nach Deutschland. Das Land Südafrika, die Leute dort, sind mir unvergessen. Mit dem Rucksack durch Südafrika, mein größtes Abenteuer (bis jetzt!). Der nächste Backpacker-Trip ist schon geplant: Feuerland wartet auf mich. Natürlich wieder mit dem Rucksack…